Tattoo-Check Ratgeber

Du hast Fragen vor deinem ersten Tattoo?

Mit diesem Ratgeber möchten wir dir weiterhelfen.

Wieviel kostet ein Tattoo?

Wieviel ein Tattoo am Ende kostet, hängt in erster Linie von der Dauer der Sitzung und dem Stundensatz des Tätowierers ab. Dieser wiederum setzt sich unter anderem aus Miet- und Materialkosten, Sozialabgaben und Steuern zusammen. Außerdem möchte der Tätowierer auch von seiner Arbeit leben können. Die Sitzungsdauer wird beeinflusst von Größe, Detailgrad und Komplexität der Tätowierung, aber auch der Arbeitsgeschwindigkeit des Tätowierers.

Jedes Tattoo ist ein Unikat. Aus diesem Grund kann man den Preis ohne einen persönlichen Termin beim Tätowierer nicht bestimmen. Ein grober Richtwert kann vorab angegeben werden. Aber erst nach erfolgter Beratung im Studio lässt sich abschätzen, wie tief man am Ende in den Geldbeutel greifen muss.

Man sollte bedenken, dass nicht jede Vorlage genau so umgesetzt werden kann, wie man sich das als Laie vorstellt. Details lassen sich erst ab einer gewissen Größe darstellen. Außerdem ist nicht jede Platzierung möglich bzw. sinnvoll. Ein guter Tätowierer weiß genau, wo eine Tätowierung zur Geltung kommt. Dabei spielt die Form des Körpers und die Hautbeschaffenheit ebenfalls eine Rolle.

Außerdem hat ein Tattoo immer einen Mindestpreis, auch wenn es sehr klein ist. Der Aufwand für die Vorbereitungen - also Beratung, Zeichnen einer Schablone, Sterilisation des Arbeitsplatzes - ist immer der selbe.

Wir empfehlen, bei einem Tattoo nicht zu geizen. Es schmückt den Körper für die Ewigkeit und ein guter Tätowierer hat - zurecht - seinen Preis.

Wie läuft ein Tattootermin ab?

Beim ersten Kontakt entstehen dem Kunden keine Kosten. Man äußert seinen Tattoowunsch und ob er in der gewünschten Art und Weise umsetzbar ist. Bei renommierten Studios ist es möglich, dass Wartezeiten von mehreren Monaten entstehen, bis ein Termin frei ist. Sollte zwischendurch ein Kunde abspringen, sind auch immer wieder kurzfristige Termine möglich. Bei der Terminvergabe wird in der Regel eine Anzahlung gefordert, denn für die Tattoosession müssen Vorbereitungen getroffen werden, wie z.B. das Zeichnen einer Skizze. Diese Anzahlung wird mit dem endgültigen Preis verrechnet. Die Höhe der Anzahlung kann varriieren. Man sollte mit 50 - 100 EUR rechnen.

Am Tag der Tätowierung sollte man auf jeden Fall nüchtern sein und am Vorabend die entsprechende Stelle gut rasieren. Von der Einnahme von Schmerzmitteln wird dringend abgeraten, da sie das Blut verdünnen. Dies würde die Arbeit des Tätowierers erschweren und das Ergebnis negativ beeinflussen. Wir empfehlen ein ballaststoff- und vitaminreiches Frühstück. Da die Tattoosession mehrere Stunden dauern kann, sollte man außerdem ausreichend Getränke, am besten Wasser, und einen Snack für Zwischendurch mitnehmen. Beim Tätowieren wird die Haut verletzt, was eine Hochleistung für das Immunsystem zur Folge hat.

Nachdem die Skizze auf der gewünschten Stelle platziert und der Arbeitsplatz vorbereitet wurde, geht es los. Achten sie darauf, wirklich bequem zu sitzen oder zu liegen. Pausen sind möglich. Manchmal muss der Tätowierer aber erst noch einen Bereich fertig machen, bevor er unterbrechen kann. In den Pausen wird das Tattoo mit Folie abgedeckt, damit keine Keime in die beanspruchte Haut eindringen können.

Je nach Erfordernis werden die Nadeln gewechselt. Für feine Linien und große Flächen werden unterschiedliche Arten verwendet. Zwischendurch wird die Haut wiederholt mit Wasser abgespült, um Farbreste abzuwaschen. Außerdem wird die Haut mehrfach mit Silikon eingecremt, damit sie geschmeidig bleibt und geschützt wird.

Wenn die Tätowierung fertig ist, wird die Haut ein letztes Mal abgewaschen, eingecremt und anschließend mit einer Folie bedeckt, die allerspätestens am nächten Morgen entfernt werden sollte. Nach etwa zwei bis vier Wochen sollte man einen Kontrolltermin wahrnehmen. Die sind in der Regel kostenlos. Hierbei werden eventuell kurz nachgestochen, wenn es an einer Stelle zu einem Farbverlust gekommen ist.

Welches Tattoo passt zu mir?

So verschieden, wie die Leute, so unterschiedlich sind auch die Gründe, sich ein Tattoo stechen zu lassen. Viele lassen sich tätowieren, weil bestimmte Motive oder Stile gerade "in" sind oder sich Freunde und Bekannte auch haben tätowieren lassen. Einige lassen sich Bilder von ihren Liebsten oder die Geburtsdaten von den Kindern oder vom Partner tätowieren. Andere möchten ihr Lieblingsbild oder das Porträt ihres Idols stechen lassen. Wiederum andere verarbeiten mit einem Tattoo Schicksalsschläge oder Lebensphasen, die sie geprägt haben.

Vielleicht hilft es auf der Suche nach einem Tattoo, sich Gedanken über ein bestimmtes Bild zu machen, was symbolisch für einen dieser Punkte stehen könnte. Dabei darf man nicht vergessen, dass ein Tattoo sehr subjektiv ist. Legen Sie also Wert darauf, was das Tattoo Ihnen persönlich und nicht anderen bedeutet. Überlegen Sie, wie sie in 10 Tagen, 10 Wochen und 10 Jahren über das Tattoo denken werden.

Auch die Platzierung sollte gut überlegt werden. Sehen Sie sich eventuell am Tattoo satt, wenn Sie es jeden Tag im Spiegel sehen? An Stellen, wo die Haut sehr dünn ist, emfpindet man außerdem den Schmerz stärker. Näheres zum Thema Schmerzen finden Sie im nächsten Abschnitt.

Man sollte auch nicht vergessen, dass ein Tattoo ein lebenslanger Begleiter ist. Tattooentfernungen sind oft schmerzhafter als das Tätowieren, sehr zeitaufwändig und in der Regel auch kostspieliger. Und Cover-Ups sind nicht immer möglich.

Tut tätowieren weh?

Beim Tätowieren wird Farbe oder Tinte in eine kleine Nadel aufgenommen. Diese wird dann mit sehr hoher Frequenz in die zweite von drei Hautschichten gestochen. In dieser Hautschicht befinden sich unter anderem kleine Blutgefäße und Schmerzrezeptoren. Würde man die Farbe höher einbringen, so würde sie wieder verloren gehen. Wenn der Tätowierer zu tief sticht, ist es möglich, dass es zu Farbverläufen kommt. In beiden Fällen leidet die Qualität der Tätowierung.

Daher werden während des Tätowierens permanent die Schmerzrezeptoren gereizt und gelegentlich kleine Blutgefäße beschädigt. Gesundheitliche Folgen hat dies in aller Regel nicht (außer bei Unverträglichkeit der Farben oder unsachgemäßer Tätowierung). Bei diesen Fragen können Ihnen Tätowierer und Ärzte weiterhelfen.

Doch wie lässt sich nun der Schmerz beim Tätowieren beschreiben? Am ehesten ist es mit einem starken Kratzen mit dem Fingernagel zu vergleichen. Es ist unangenehm, aber der Schmerz lässt sich ertragen. Außerdem spielt es eine Rolle, wieviele Nadeln der Tattooartist gerade verwendet. Für große Flächen wird mit mehreren aneinandergereihten Nadeln "ausgemalt", bei feinen Konturen werden sehr dünne Nadeln verwendet. Außerdem wirken sich verschiedene Nadeldicke und auch unterschiedliche Farben auf das Schmerzempfinden aus.

Auch die Stelle der Tätowierung spielt eine Rolle. Wenn die Haut besonders dick und robust ist, z.B. dort, wo sie oft der Sonne ausgesetzt ist (z.B. Schultern), ist der Schmerz oft geringer, als an Stellen, an denen die Haut sehr dünn ist (Arminnenseite, an den Seiten des Oberkörpers).

Von der Einnahme von Schmerzmitteln vor dem Tätowieren muss dringend abgeraten werden! Diese sorgen für eine Verdünnung des Bluts, was stärkeres Bluten während der Sitzung verursachen kann.

In der Regel nimmt jeder Schmerz etwas anders wahr. Manchmal spielt sogar die Tagesform und die körperliche Verfassung eine Rolle. Jedoch sollte immer berücksichtigt werden, dass eine Sitzung, je nach Tattoo, mehrere Stunden dauern kann. Es tut weh! Man kann es aber aushalten und die Glücksgefühle nach einer Tätowierung machen den Schmerz mehrfach wett.

Tattoopflege nach dem Stechen

Durch die Tätowierung entsteht auf der Haut eine Wundfläche. Durch die Verletzung der Haut ist es Krankheitserregern und Keimen möglich, in den Körper einzudringen, was eine sorgfältige Pflege der Tätowierung – auch über den Heilungsprozess hinaus – erfordert. Ein guter Tätowierer wird Sie hierüber ausführlich informieren.

Unmittelbar nach der Tätowierung wird das Tattoo mit einer Folie abgedeckt, um eine Infektion zu vermeiden. Es ist durchaus möglich, dass man sich anschließend schwach und kränklich fühlt.

Noch am selben Abend oder spätestens am nächsten Morgen, sollte die Folie entfernt werden, sodass wieder Luft an die Haut gelangt. Anschließend sollte man die Haut mehrmals täglich mit klarem, lauwarmen Wasser abspülen und danach eincremen. In den ersten 1-2 Tagen ist es möglich, dass Farbreste verloren gehen. Dies ist normal und hat keine Auswirkungen auf das Endergebnis.

Nach 3-4 Tagen ist die Haut bereits soweit erneuert, dass sich die oberste Hautschicht abschälen kann, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Auch das ist nicht ungewöhnlich. Damit geht aber oft ein unangenehmer Juckreiz einher. Man darf auf keinen Fall kratzen, da die Haut noch zu empfindlich ist und man so die Tätowierung beschädigen könnte. Wenn das Jucken garnicht zu ertragen ist, kann man vorsichtig mit der flachen Hand auf die betroffene Stelle klopfen oder die Haut wieder mit klarem Wasser abspülen.

Ebensowichtig wie die Schonung der tätowierten Stelle ist die Wahl einer guten Creme, um den Heilungsprozess zu unterstützen und die Haut mit Fetten und Nährstoffen zu versorgen. Ein Nachteil von günstigen Wund- und Heilsalben (z.B. Bepanthen) ist, dass sie oft den Juckreiz verstärken und zu sehr fetten. Auch Silikon kann nicht uneingeschränkt empfohlen werden. Beim Tätowierer gibt es spezielle Tattoocremes. Oft lohnt sich aber auch ein Besuch in der Apotheke. Lassen Sie sich dort am besten von jemandem beraten, der selbst tätowiert ist! Meist werden unparfümierte Cremes mit ausschließlich natürlichen Zutaten empfohlen. Diese kosten in der Regel ein paar Euro mehr als gewöhnliche Cremes. Man sollte dabei aber den urprünglichen Preis der Tätowierung und die Dauer, über die man sie auf der Haut trägt, nicht außer Acht lassen.

Der Heilungsprozess der tätowierten Stelle nimmt etwa 2 Wochen in Anspruch, in denen man nicht schwimmen oder baden sollte. Es dauert aber noch etwa 2 - 4 weitere Wochen, bis die Haut wieder so robust und dick ist wie vorher. Daher empfielt es sich, in dieser Zeit starke Sonneneinstrahlung, sowie Solarium- und Saunabesuche zu vermeiden.

Darüber hinaus sollte man die tätowierte Hautpartie niemals vernachlässigen. Wenn man sein Tattoo durch Sonnencreme ausreichend vor der Sonne schützt, Sonnenbrand vermeidet und es gewissenhaft wäscht und eincremt, hat man auch nach vielen Jahren noch Freude an den kräftigen, strahlenden Farben.

Tattooinfektion

Beim Tätowieren gelangen fremde Stoffe in den Körper. Verhältnismäßig selten kommt es dabei zu Infektionen und allergischen Reaktionen. In aller Regel lassen sich diese auf unsachgemäße Pflege oder billige, nicht auf Verträglichkeit geprüfte Farben zurückführen. Aber auch mangelnde Hygiene in einem Tattoostudio können das Infektionsrisiko erhöhen.

Tipp: Achten Sie in einem Tattoostudio auf die allgemeine Sauberkeit. Steht verschmutztes Geschirr herum? Sind kaputte Gegenstände zu sehen? Ist der Boden sauber? Wirken die Mitarbeiter gepflegt auf sie? Lässt sich der Tätowierer beim Vorbereiten des Arbeitsplatzes ausreichend Zeit?

Am 01.05.2009 trat in Deutschland die Tätowiermittelverordnung in Kraft. Durch dieses Gesetz sollen die Kunden stärker geschützt werden. So muss z.B. die Herkunft aller verwendeten Farben zurückverfolgbar sein. Außerdem ist der Tätowierer verpflichtet, die Kunden über mögliche Gesundheitsrisiken zu informieren.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kann es natürlich zu Infektionen und Allergien kommen. Ein Jucken während der Heilungsphase ist normal. Sollten nach mehreren Tagen noch Rötungen, Schwellungen oder Blutungen auftreten, sollten sie jedoch sofort einen Arzt aufsuchen.

Tätowieren in der Schwangerschaft

Ein Tattoo, dass man sich während der Schwangerschaft stechen lässt, beinhaltet einige Gefahren, die man kennen sollte.

Die verwendeten Farben nimmt der Körper prinzipiell als Fremdkörper wahr. Gelangen Farbpartikel ins Blut, so werden sie bei einem gesunden Menschen über die Lymphe abgebaut. Bei einer Schwangeren geraten Sie aber in den Blutkreislauf des ungeborenen Kindes, was Risiken bei der Entwicklung nach sich ziehen kann. Dies sollte auch nach der Geburt berücksichtigt werden, um zu Vermeiden, dass die Muttermilch beeinträchtigt wird.

Außerdem ist die tätowierte Körperstelle eine Wundfläche, über die Krankheitserreger und Keime in der Körper eindringen können. Dabei ensteht ein weiteres Risiko für das Kind. Allergische Reaktionen auf die Farben sind auch in Betracht zu ziehen, welche ebenso negative Folgen für das Kind verursachen könnten.

Die Schmerzen, die beim Tätowieren verspürt werden, werden möglicherweise auf das Kind übertragen.

Sollten Sie noch nicht Mutter sein, berücksichtigen Sie auch, dass sie vielleicht später den Wunsch nach einem eigenen Kind verspüren. Während der Schwangerschaft wird die Haut stark gedehnt. Eine im entsprechenden Bereich befindliche Tätowierung sieht nach der Schwangerschaft möglicherweise nicht mehr so aus, wie davor.

Zusammenfassend ist eine Tätowierung während der Schwangerschaft und in der Stillphase aufgrund der möglichen Risiken nicht zu empfehlen. Im Zweifel holen Sie sich den Rat Ihres Arztes ein.

Was mache ich, wenn mir das Tattoo nicht gefällt?

Aus rechtlicher Sicht ist eine Tätowierung eine Körperverletzung, die der Tätowierer jedoch mit Zustimmung seines Kunden begehen darf, solange das Ergebnis dem entspricht, was vereinbart wurde.

Grundsätzlich wird bei einer Tätowierung ein Vertrag abgeschlossen. Dieser beinhaltet die fachmännische Ausführung der besprochenen Tätowierung. Als Grundlage dient dabei in der Regel eine Skizze oder eine Vorlage.

Kommt es bei der Ausführung zu Mängeln, hat der Tätowierer die Möglichkeit, diese im Nachhinein zu beseitigen. In aller Regel wird nach einer Tattoositzung ein Kontrolltermin vereinbart, wo ggf. nachgestochen wird, um etwaige Unsauberkeiten auszubessern. Dabei dürfen dem Kunden keine zusätzlichen Kosten entstehen. Ein seriöses Tattoostudio ist daher bestrebt, die Tätowierung in einem möglichst perfekten Zustand zu stechen.

Sollte die Ausführung nicht fachmännisch erfolgen, d.h. der Tätowierer beherrscht sein Handwerk nicht – er sticht beispielsweise falsch, sodass es zu Farbverläufen kommt – ist das Vertrauen des Kunden in den Auftragnehmer dermaßen beeinträchtigt, dass die Beseitigung der Mängel unzumutbar wäre. Im Falle einer schlechten Arbeit ist es daher möglich, die Entfernung der Tätowierung bzw. ein Cover-Up, in einem anderen Studio auf Kosten des ursprünglichen Tätowierers durchführen zu lassen.

Im Streitfall sollte aber im eigenen Interesse ein Fachanwalt hinzugezogen werden, da bei juristischen Fragen immer Einzelfallentscheidungen getroffen werden. Ggf. kommt es zu langwierigen, zivilrechtlichen Prozessen mit Sachverständigen usw. Dies ist jedoch die Ausnahme. Auch die Frage nach Schmerzensgeld und Entschädigungen müssen immer einzelfallbezogen geprüft werden.

Schwierig wird es, wenn das Tattoo ordentlich gestochen wurde und in Form und Farbe dem vereinbarten Motiv entspricht. Kommt es nicht zu gravierenden Abweichungen, sondern das Ergebnis entspricht schlichtweg nicht den eigenen Erwartungen, hat der Tätowierer seinen Teil des Vertrags erfüllt. Eine anschließende Reklamation ist in einem solchen Fall nahezu aussichtslos.

Tipp: Informieren Sie sich bei der Auswahl eines Tätowierers über seine Referenzen und orientieren Sie sich an den bereits von ihm gestochenen Motiven. Achten Sie dabei nicht nur auf die Motive und Gestaltung, sondern betrachten Sie Proportionen, Linienverläufe, usw. Besprechen Sie im Vorfeld möglichst genau Ihre Vorstellungen und Erwartungen. Je konkreter Sie dabei sind, umso weniger Spielraum ist für "künstlerische Freiheit" vorhanden.

Ab wann kann ich mich tätowieren lassen?

Juristisch betrachtet ist eine Tätowierung bei unter 18-jährigen umstritten. Dies hängt mit der Geschäftsfähigkeit von Minderjährigen zusammen, welche im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt ist.

Eine Einverständniserklärung der Eltern ist die gängige Praxis in den meisten Tattoostudios. Tatsächlich bewahrt diese den Tätowierer lediglich vor rechtlichen Konsequenzen seitens der Eltern. Das Tattoo lässt sich schließlich der Nachwuchs stechen und der muss es auf der Haut tragen. Sollte dieser die Tätowierung bereuen, macht sich das Tattoostudio angreifbar, was es natürlich vermeiden möchte. Möglicherweise wird der Wunsch nach einer Tätowierung von einigen Studios abgelehnt.

Auch wenn viele Jugendliche sich schon erwachsen fühlen, so haben sie oft noch nicht die geistige Reife, die Konsequenz einer Tätowierung in seinem ganzen Ausmaß zu überblicken. Wieviele wissen mit 16 Jahren schon, ob sie 10 Jahre später nicht einem Beruf nachgehen möchten, bei dem ein Totenkopf auf dem Unterarm ein Ausschlusskriterium ist? Das mag bei einem 18-jährigen nicht anders sein, aber dann ist der Tätowierer juristisch nicht mehr angreifbar.

Auf jeden Fall sollte man sein Vorhaben gut überdenken und sich zusammen mit den Eltern beim Tätowierer beraten lassen. Vor allem sollte die Platzierung der Tätowierung gut überlegt sein.